Die Universal Music Group (UMG) musste im vergangenen Jahr einen Einbruch bei den operativen Gewinnen verkraften: Sie sanken von 556 Mio. Euro im Jahr 2002 um 87 Prozent auf 70 Mio. Euro in 2003. Der Umsatz von Universals Musiksparte ging im selben Zeitraum um 21 Prozent zurück: Nach 6,276 Mrd. Euro 2002 erwirtschaftete UMG im letzten Jahr Umsätze in Höhe von 4,974 Mrd. Euro. Als Gründe für die Einnahmeausfälle nennt der Konzern den schwachen Musikmarkt, Restrukturierungskosten und einen verlorenenen Rechtsstreit gegen TVT Records. Das Unternehmen plant aufgrund der angespannten Lage weitere Kosteneinsparungen von bis zu 400 Mio. Euro, was wohl auch zu weiterem Personalabbau führen wird. Infolge der bislang erfolgten Umstrukturierungsmaßnahmen verloren seit vergangenem Frühjahr weltweit bereits etwa 1500 UMG-Mitarbeiter ihren Job. Aktuell entlässt Universal Music in Großbritannien 35 Angestellte, was einem Abbau von neun Prozent der bisher 400 Mann starken Belegschaft von Universal UK entspricht. Prominentestes Opfer auf der Insel ist International Vice President Bernadette Coyle. Sie muss nach 25-jähriger Tätigkeit für Universal und zuvor PolyGram das Unternehmen verlassen. Auch bei Universal Music Deutschland stehen innerhalb der nächsten Tage weitere Entscheidungen an.
Universal muss weiter sparen
Die Universal Music Group (UMG) musste im vergangenen Jahr einen Einbruch in Höhe von 87 Prozent bei den operativen Gewinnen verkraften.






