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Universal muss bei Sanctuary in die Verlängerung

Bei EMI und Terra Firma hatten Beobachter fest mit einer erneuten Verlängerung der Angebotsfrist gerechnet, nun stießen aber auch die Bemühungen Universals um eine Übernahme von Sanctuary nicht auf den erhofften Zuspruch.

Bei EMI und Terra Firma hatten Beobachter fest mit einer erneuten Verlängerung der Angebotsfrist gerechnet, nun stießen aber auch die Bemühungen von Universal Music um eine Übernahme der Sanctuary Group bei den Sanctuary-Aktionären nicht auf den erhofften Zuspruch.

Entsprechend verlängerte Universal das von der Konzerntochter Centenary vorgelegte und vom Sanctuary-Vorstand zur Annahme empfohlene Angebot bis zum Nachmittag des 26. Juli.

Inzwischen erreichte Universal bei Sanctuary immerhin eine höhere Akzeptanz als Terra Firma bei EMI: 30,88 Prozent aller Sanctuary-Anteile konnte das Unternehmen bis zum Nachmittag des 12. Juli hinter sich bringen. Mit 20 Pence pro Aktie liegt das Angebot Universal weiterhin knapp über dem derzeitigen Kurs des Unternehmens: An der London Stock Exchange notierten die Papiere am 13. Juli gegen Mittag bei 19,75 Pence.

Das Volumen der Übernahme liegt bei 44,5 Millionen Pfund oder umgerechnet fast 66 Millionen Euro. Rechnet man die auf Sanctuary lastenden Schulden in Höhe von 59,8 Millionen Pfund oder rund 88,5 Millionen Euro mit ein, kommt auf Universal eine Summe von rund 104,3 Millionen Pfund oder 154,3 Millionen Euro zu.

Bei Centenary handelt es sich um die Holding hinter der britischen Universal-Firmengruppe. Bei einer Annahme der Offerte durch die Aktionäre will Universal Sanctuary von der Börse nehmen.

Wettbewerbsrechtliche Probleme hat Universal offenbar nicht zu befürchten: Mit Bekanntgabe der neuen Angebotsfrist ließ das Unternehmen zugleich wissen, dass die Kartellbehörden in Deutschland, Australien und den USA keine Einwände gegen die Übernahme erhoben hätten.

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