Die Universal Music Group generierte von Anfang Juli bis Ende September 2026 einen Umsatz von 3,394 Milliarden Euro. Das geht aus der Quartalsbilanz hervor, die das Unternehmen nach Börsenschluss am 29. Oktober vorlegte. So lag man im Jahresvergleich bei konstantem Wechselkurs bei Zuwächsen von 11,7 Prozent. Diese Zahl ist weiterhin deutlich beeinflusst von dem Kauf der Downtown Music Group. Das organische Umsatzwachstum taxiert man beim Musikkonzern auf 5,3 Prozent.
Die Zuwächse führt Universal Music unter anderem auf die gestiegenen Einnahmen aus Streamingabonnements und werbefinanziertem Streamingangeboten, ein starkes Plus bei den Umsätzen aus dem Verkauf von physischen Tonträgern sowie höhere Einnahmen im Verlagswesen zurück.
Das bereinigte EBITDA-Vorsteuerergebnis (Adjusted EBITDA) legte bei konstantem Wechselkurs um neun Prozent zu. Ohne Downtown beträgt das Plus noch sieben Prozent. In dieser Betrachtung verbesserte sich die bereinigte EBITDA-Marge um 0,4 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent. Getragen wird die Entwicklung von der Margenausweitung im Recorded-Music-Geschäft, die teils durch eine geringere Profitabilität in den Bereichen Music Publishing und Merchandising aufgezehrt wurde.
„Unsere Ergebnisse zeigen, wie wertvoll es ist, außergewöhnliche Künstler:innen, mutige Ideen sowie die Teams und Technologien zu fördern“, findet Sir Lucian Grainge, CEO und Chairman des Konzerns. „Die Branche ist gesund und wächst, und wir werden uns aus einer Position der Stärke heraus weiterentwickeln.“
Grainge führt weiter aus: „Wir investieren in künstlerisches Schaffen, verbessern die Wirtschaftlichkeit des Streamings und erweitern die Möglichkeiten für Künstler:innen und Fans. Um diese Strategie zu unterstützen, machen wir die UMG agiler und fokussierter, damit wir effizienter arbeiten und nachhaltiges Wachstum sowie langfristigen Wert schaffen können.“
Rund 75 Prozent der Einnahmen von Universal Music, also 2,559 Milliarden Euro, kommen aus dem Bereich Recorded Music. Hier liegen die Zuwächse im Jahresvergleich, eingerechnet der Downtown-Zahlen, bei 14,7 Prozent. Besonders hoch ist das Umsatzplus bei Streamingabos (19,2 Prozent) und beim Verkauf physischer Tonträger (17,4 Prozent). Die EBITDA-Marge aus der Vermarktung von Musikaufnahmen lag mit 25 Prozent etwa auf Vorjahresniveau – die Erträge selbst kletterten um 14,9 Prozent auf 640 Millionen Euro.
Unter den Bestsellern sind laut dem Major die japanische Band Mrs. Green Apple, Olivia Rodrigo, Stray Kids, Ariana Grande sowie die Beatles. Das Wachstum führt die Universal Music Group gleichermaßen auf das Frontline- und auf das Kataloggeschäft zurück.
Die Einnahmen aus dem Verlagswesen taxiert der Konzern fürs dritte Quartal auf insgesamt 590 Millionen Euro, also etwa 17,4 Prozent des gesamten Umsatzes. Hier musste Universal Music in puncto Profitabilität etwas zurückstecken – die EBITDA-Marge sackte um 2,7 Prozentpunkte ab, während die Vorsteuererträge mit 136 Millionen Euro im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent zurückgingen.
Anders als im Bereich Recorded Music ist die Universal Music Group im Verlagswesen nicht der Marktführer. Hier reiht sich der Major hinter der Sony Music Publishing Group ein, ist aber vor Warner Chappell Music die deutliche Nummer zwei.
Auch die Umsätze mit Merchandise-Artikeln kommen nicht an die Werte aus 2025 heran. Hier baut man mit Einnahmen in Höhe von 248 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 4,2 Prozent ab. Bei etwas schwächerer EBITDA-Marge lagen auch die Erträge mit elf Millionen Euro deutlich unter den Kennzahlen aus dem vergangenen Jahr.
„In diesem Quartal konnten wir deutliche Fortschritte verzeichnen: Das Wachstum der Abonnementumsätze hat sich beschleunigt, und die bereinigte EBITDA-Marge ohne Downtown stieg um 40 Basispunkte, was vor allem auf höhere Margen im Bereich Recorded Music zurückzuführen ist“, resümiert Matt Ellis, CFO der Universal Music Group. „Wir konzentrieren uns darauf, diese Fortschritte fortzusetzen, die strategischen und finanziellen Vorteile von Downtown zu nutzen und die Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern.“
Zur Öffnung der Euronext in Amsterdam schoss der Aktienkurs des Majors zunächst um etwa 15 Prozent in die Höhe und stand zwischenzeitlich bei 18,19 Euro. Im weiteren Verlauf des Morgens hielt sich der Preis pro Anteilsschein stabil bei etwa zehn Prozent über dem Wert, mit dem die Aktie noch am 29. Oktober aus dem Handelstag ging.






