Create-Music-CEO und Mitgründer Jonathan Strauss bestätigte das Investment am 28. Oktober 2026. Das berichtete zuerst „Music Business Worldwide“ unter Berufung auf Marktquellen.
Die Beteiligung ist diesen Sommer erfolgt, und zwar parallel zum Einstieg von CVC Capital Partners als Mehrheitseigner. Vollzogen wurde der Einstieg im dritten Quartal.
„Create ist Heimat einiger der größten und traditionsreichsten unabhängigen Labels und Künstler:innen der Welt, und DistroKid ist der Ort, an dem unzählige Künstler:innen ihre Karriere beginnen“, so Strauss. Man freue sich, als Minderheitsinvestor gemeinsam mit CVC das weitere Wachstum zu unterstützen.
CVC hatte im Juli angekündigt, über seinen Fonds CVC Capital Partners IX die Mehrheit an DistroKid zu übernehmen. Der bisherige Investor Insight Partners behält einen „signifikanten Minderheitsanteil“, Phil Bauer bleibt Präsident. „Music Business Worldwide“ hatte im Januar berichtet, dass DistroKid mit möglichen Käufern verhandelt. Im Gespräch sei eine Summe von rund zwei Milliarden Dollar.
Für Create Music ist es die jüngste von mehreren Investitionen: Seit März 2025 übernahm das Unternehmen aus Los Angeles unter anderem die Berliner Labelgruppe !K7 Music, das Elektroniklabel Monstercat und die britische Dance-Firma Cr2. Im Februar 2026 sagte Create Music zudem mehr als 300 Millionen Dollar für die kanadische Nettwerk Music Group zu.
Im März schloss das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über mehr als 450 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 2,2 Milliarden Dollar ab. Die Gründer behalten die Mehrheit, Ares Management, 2 Mile und Flexpoint Ford halten Minderheitsanteile.
DistroKid wurde 2013 von Philip Kaplan gegründet und hat seinen Sitz in New York. Nach eigenen Angaben vertreibt das Unternehmen etwa 40 Prozent der weltweit neu veröffentlichten Musik.
Zugleich steht es unter Druck: Die Universal Music Group verklagte DistroKid am 15. September vor dem US-Bezirksgericht in Delaware und wirft dem Unternehmen unter anderem Urheberrechtsverletzungen sowie die Flutung von Plattformen mit KI-generiertem „Slop“ vor. DistroKid muss bis zum 4. Dezember antworten.






