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Universal Music bestätigte zahlreiche Stellenstreichungen

Schon in den vergangenen Wochen machten Gerüchte über einen Stellenabbau bei Universal Music unter anderem in Deutschland und Kanada die Runde. Nun kommen zahlreiche Abschiede in den USA und UK hinzu. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte entsprechende Medienberichte inzwischen.

Der „beständige Erfolg“ der Universal Music Group beruhe unter anderem auf der Fähigkeit, Veränderungen in der Branche vorauszusehen und frühzeitig zu handeln, um die Künstler:innen und Songwriter des Unternehmens „bestmöglich zu unterstützen, und Chancen in den am schnellsten wachsenden Bereichen der Musikbranche zu nutzen“, lässt eine Sprecherin des Musikkonzerns in einem Kommentar auch gegenüber MusikWoche wissen. Die „branchenführenden Investitionen“ des Unternehmens in die Entwicklung von Künstler:innen seien dabei „stets wegweisend“ gewesen – und sollen das auch künftig bleiben, heißt es einleitend aus der Konzernzentrale in Santa Monica.

Dann bestätigt die Sprecherin der UMG aber auch, was zahlreiche Medien kurz zuvor berichtet hatten: „Wir bringen neue Kompetenzen und Technologien ein und vernetzen das Fachwissen unserer Teams, um weltweit eine größere Wirkung zu erzielen und die Effizienz zu steigern. Wo wir die schwierige Entscheidung treffen mussten, bestimmte Stellen zu streichen, sind wir den betroffenen Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit zutiefst dankbar.“

„Billboard“, „Variety“, „Musicweek“ oder „Music Business Worldwide“ nennen zahlreiche Namen von Manager:innen aus leitenden Positionen, die das Unternehmen aktuell verlassen: Dazu gehören unter anderem in Großbritannien Ben Mortimer als President der Repertoiredivision Polydor Records oder Rebecca Allen, die nach einer Zeit als Leiterin von Decca zuletzt als Chief Artist & Strategy Officer für die UMG in UK fungierte. Aber auch im US-Markt gibt es Stellenstreichungen: So verlässt mit Tunji Balogun der Chairman & EO von Def Jam Recordings das Unternehmen, während bei Interscope Geffen A&M Nicole Wyskoarko und Sam Riback gehen.

In diese Reihe gehört unterm Strich auch der Abschied von Ivo Sacchi, den Universal Music am 14. Oktober mit persönlichen Worten nach 25 Jahren an der Spitze der schweizerischen Niederlassung verabschiedet hatte.

Die aktuellen Stellenstreichungen sollen das bereits im Frühjahr 2024 angekündigte Paket an Sparmaßnahmen abrunden, mit dem der Konzern bis 2026 ein Volumen an jährlichen Einsparungen in Höhe von 250 Millionen Euro erreichen wollte.