Die Musiksparte bleibt auch nach den jüngsten Firmenverkäufen ein Sorgenkind des Mischkonzerns Vivendi Universal. Während VU im dritten Quartal insgesamt überraschend wieder Gewinne ausweist, sanken bei Universal Music erneut Umsatz und Ergebnis. Der Quartalsumsatz des Marktführers sank von 1,328 Mrd. auf 1,115 Mrd. Euro (minus 16 Prozent). Das operative Ergebnis schrumpfte im Jahresvergleich auf ein Viertel: Statt 16 Mio. Euro wie noch im dritten Quartal 2002 stehen inzwischen nur noch vier Mio. Euro in der Bilanz – allerdings in schwarzen Zahlen. Denn übers Kalenderjahr gesehen steckt die Universal Music Group (UMG) in den Miesen: Der Umsatz seit Januar beträgt 3,283 Mrd. Euro (minus 22 Prozent), das operative Ergebnis sank von 185 Mio. Euro Gewinn im letzten Jahr auf nun 38 Mio. Euro Verlust. Der Konzern macht die allgemein schwache Konjunkturlage im Musikgeschäft für die Resulte verantwortlich. Die UMG sei auch weiter dabei, seine Kostenstruktur konsequent zu überprüfen und entsprechende Sparmaßnahmen umzusetzen. Nachdem Vivendi Universal bereits Anfang November die Umsatzzahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Jahres vorgelegt hatte, hat der Konzern jetzt seinen vollständigen Abschluss veröffentlicht. Demnach ist der operative Gewinn um 43 Prozent auf 896 Mio. Euro gestiegen. Beim Nettoergebnis ist ein Gewinn von 131 Mio. Euro erzielt worden.
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