Das Ziel von aon.tv war laut Michael Fried, Leiter Media/Internet bei der Telekom Austria, „die Konvergenz zwischen den Medien Internet und TV aufzuzeigen“. Das Angebot gliedert sich in die beiden Bereiche Live-TV und On-Demand-Services. Den Content speisen Partner wie ORF, MTV live und MCN Fashion TV ein. Auch im Bereich Musik gibt es einen Partner, erklärt Fried: „Im Zuge des Feldversuchs wurden viele Applikationen mit EMI entwickelt und auf die Bedürfnisse der Musikindustrie abgestimmt, beispielsweise was die Verrechnung von Content betrifft. EMI ist aber aufgrund interner Überlegungen zum Digital Rights Management ausgestiegen.“
Nunmehr stellt Universal Music musikalische Inhalte bereit. Laut Fried laufen zudem Verhandlungen mit weiteren möglichen Partnern, und auch EMI soll ins Boot zurückgeholt werden. Seinen Partnern bietet aon.tv eine so genannte Minimum Guarantee an sowie zusätzliche Bezahlmöglichkeiten per Click, darüber hinaus gibt es Verträge mit allen relevanten Verwertungsgesellschaften. Das Angebot aon.tv können nur ADSL-Kunden der Telekom-Austria nutzen, die monatlichen Gebühren belaufen sich je nach Service-Paket auf bis zu 14,90 Euro. Dazu kommen individuelle Gebühren für Spielfilme und zusätzliche Serviceleistungen.
Bei derzeit 200.000 ADSL-Kunden der Telekom will Fried mittelfristig 20.000 Nutzer für den Service gewinnen, bis Ende des Jahres rechnet er mit rund 5.000 Usern. Unabhängig von aon.tv plant die Telekom Austria ein Music-On-Demand-Angebot im Internet. Wilfried Lechner, Leiter Portalmanagement, erklärt dazu: „Wir stehen momentan in Verhandlungen mit einem internationalen Anbieter, der alle Labels vereint. Ein Anreiz für die Labels wird sein, dass wir bewusst österreichische Künstler mit hineinnehmen. Wenn alles gut geht, wird es diese Plattform noch heuer im Herbst geben.“






