Die Universal Music Group International will ab Mitte Februar sukzessive 100.000 Tracks aus dem europäischen Backkatalog des Konzerns, die derzeit nicht auf Tonträgern erhältlich sind, exklusiv über den Digitalvertrieb verfügbar machen. Das Programm sei bei offenem Ende auf einen Zeitraum von mehreren Jahren angelegt, war aus London zu hören. Das Angebot soll allen Universal-Partnern im Digitalgeschäft offen stehen. Alben sollen zum Mid-Price angeboten werden, die Songs aber auch einzeln erhältlich sein.
In einem ersten Schwung sollen rund 3000 Titel aus einer Zeitspanne von gut 40 Jahren auf den Markt gelangen, darunter Aufnahmen von britischen Künstlern wie Marianne Faithfull, Eddie & the Hot Rods, Fairport Convention, Brian Auger & Julie Driscoll, Chris DeBurgh oder Big Country. Aus den kontinentaleuropäischen UMGI-Katalogen sind zudem Acts wie Jacques Brel, Nana Mouskouri, Udo Lindenberg, Eddy Mitchell, Accept, Aphrodite’s Child, Noir Desir oder Brigitte Bardot mit dabei. Bis Ende 2006 sollen rund 1000 weitere folgen.
„Für die nächsten drei oder vier Jahre haben wir uns zum Ziel gesetzt, einen Katalog von rund 10.000 Alben mit zusammen etwa 100.000 Songs für Downloads zur Verfügung zu stellen“, sagt Barney Wragg, Senior Vice President der eLabs-Abteilung aus dem Hause UMGI. Wragg sieht diesen Vorstoß als einen Beitrag zur digitalen Archäologie und als ernsthaftes Bekenntnis des Unternehmens, die Möglichkeiten des Internets zum Wohle von Musikern und Fans genauer auszuloten. Universal sei der erste Musikmajor gewesen, der seinen aktiven Katalog in Europa habe digitalisieren lassen.






