Die Universal Music Group (UMG) musste im ersten Quartal ein Umsatzminus von 8,7 Prozent verkraften. In den drei Monaten bis zum 31. März nahm der weltgrößte Major 1,027 Milliarden Euro ein, im Jahr davor waren es noch 1,125 Milliarden. Um Wechselkursschwankungen bereinigt beträgt das Minus nur 4,2 Prozent.
Die gute Entwicklung in Großbritannien, wo die UMG im ersten Quartal noch dominanter als sonst war, konnte dennoch nicht verhindern, dass der Vorsteuergewinn des gesamten Unternehmens drastisch einbrach. Vor allem die Märkte in Japan und Frankreich machten Universal zu schaffen. Statt 141 Millionen Euro Ebita stehen nun nur noch 57 Millionen in den Büchern. Das entspricht einem Rückgang um 59,6 Prozent. Der Schwund wirkt u.a. deshalb so schlimm, weil das Ebita der UMG im ersten Quartal 2006 von der Auflösung einer Rückstellung aus einem Rechtsstreit mit dem US-Independent TVT profitiert hatte.
Erfreulich ist indes die Situation im Digitalgeschäft: Mit dem Verkauf von Downloads und Mobilmusik setzten die UMG-Labels 161 Millionen Euro um – das sind 54 Prozent mehr als im Vergleichsquartal und entspricht einem Umsatzanteil von 15,7 Prozent.
Zu den Bestsellern im ersten Vierteljahr zählten Alben von Nelly Furtado, Akon, Amy Winehouse, Mika, Kaiser Chiefs und Fall Out Boy. Bis zum Jahresende sollen neue Veröffentlichungen von UMG-Stars wie 50 Cent, Bon Jovi, Eminem, Black Eyed Peas, Mariah Carey, Jack Johnson, Andrea Bocelli, Maroon 5 oder Diana Krall die Umsätze ankurbeln.
Die UMG-Konzernmutter Vivendi schnitt indes etwas besser ab. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 5,02 Milliarden Euro, das Ebita sogar um 21,7 Prozent auf 1,274 Milliarden Euro. Der Nettogewinn betrug 771 Millionen Euro – ein Plus von 22,8 Prozent.






