Nach der Überprüfung des Mergers zwischen Sony und Bertelsmann durch die EU-Kommission geht man bei Universal offenbar vorsichtig bei der Übernahme des Bertelsmann-Musikverlags BMG Music Publishing vor. Denn sollte Brüssel kein grünes Licht geben, müsste der Konzern wohl Teile des Verlags wieder abgeben.
Universal habe für die Übernahme von BMG Music Publishing extra eine neue Firma gegründet, berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD). Für Bertelsmann ist das Thema indes abgeschlossen; das Risiko liegt komplett bei Universal. „Egal, wie das Kartellverfahren ausgeht, wir bekommen unser Geld bis zum Jahresende“, sagte Bertelsmann-Finanzchef Thomas Rabe.
Für Bertelsmann steht nun zunächst der Schuldenabbau im Vordergrund. Vom Tisch sind dabei allerdings Pläne, Umsätze aus dem Joint Venture mit Sony zur Kredittilgung an Banken zu verpfänden oder gar den ganzen Anteil zu verkaufen. „Das ist kein Thema mehr“, sagte Rabe. Zumal die Geschäfte beim gemeinsamen Musikgeschäft mit Sony gut zu laufen scheinen. Dank diverserer Neuerscheinungen erwartet Bertelsmann-Chef Gunter Thielen in der zweiten Jahreshälfte „ein sehr schönes Plus“.





