Neun Monate nach dem ersten Gang in die digitalen Archive macht die Universal Music Group International eine zweite Reihe von derzeit auf Tonträgern nicht erhältlichen Alben über Downloadkanäle verfügbar. Mit dabei: Werke von Peter Kraus und dem Max Greger Orchestra sowie Tracks von Maurice Chevalier, The Christians, The Frames, Mory Kante, Lulu, Baaba Maal, Robert Miles, The Orb, Henri Salvador, Savoy Brown oder auch Charles Trenet.
Die Aufnahmen sollen ab Ende November über europäische Donwloadshops erhältlich sein. Auch die Klassik rückt nun in den Fokus: So will das Universal-Label Decca mehr als 400 gestrichene Einspielungen zugänglich machen.
Mitte Februar hatte Universal eine erste Welle von Tracks aus dem europäischen Backkatalog exklusiv im Digitalvertrieb zur Verfügung gestellt. Sukzessive soll das Programm 100.000 Tracks zugänglich machen.
Die rund 3000 Tracks der ersten Welle, darunter Aufnahmen von Künstlern wie Marianne Faithfull, Fairport Convention, Jacques Brel, Udo Lindenberg, Eddy Mitchell, Accept oder Brigitte Bardot verkauften sich bislang nach Firmenangaben in über 20 europäischen Downloadshops rund 250.000 Mal.
Nach kumulierten Songverkäufen schnitt die französische Band Noir Desir am erfolgreichsten ab, gefolgt von Chris de Burgh, Gun, Eddie & The Hot Rods und Del Amitri. Der erfolgreichste Einzeltrack war „Word Up“, ein britischer Top-Ten-Hit der Formation Gun aus dem Jahr 1994, und das am häufigsten heruntergeladene Album stammt mit „Steeltown“ von Big Country aus dem Jahr 1984.
Universal sei dank des digitalen Wiederveröffentlichungsprogramms in der Lage, die Wünsche der Konsumenten nach Titeln aus den Tiefen des Katalogs besser einzuschätzen, sagte Olivier Robert-Murphy, Vice President Strategic Marketing Universal Music Group International. Die Ergebnisse der ersten VÖ-Welle würden auch die „Long Tail“-Thesen von Chris Anderson bestätigen. „Und schon jetzt ist klar: Das ist ein Schwanz, den es zu jagen lohnt.“






