Nach Umsätzen präsentierte der französische Vivendi-Konzern kürzlich eher durchwachsene Zahlen für die Universal Music Group (UMG), doch beim Ergebnis steht die Musiksparte des Mischkonzerns weiterhin gut da und verbucht fürs dritte Quartal und für die ersten neun Monate 2006 Zuwächse im zweistelligen Bereich.
Von Anfang Januar bis Ende September weist die aktuelle Vivendi-Bilanz ein Ebita-Ergebnis von 433 Millionen Euro für die UMG aus – ein Plus von 18,6 Prozent im Vergleich zu den 365 Millionen Euro aus dem Vergleichszeitraum 2005. Auch währungsbereinigt bleibt es bei Zuwächsen in Höhe von 17,9 Prozent. Als Grund für das Plus nennt Vivendi bessere Margen bei zugleich steigenden Verkäufen sowie Sondereinflüsse wie die außergerichtliche Einigung mit Bertelsmann im Falle Napster und die Auflösung von Rückstellungen aus einem Rechtsstreit mit dem US-Indie TVT – allein so flossen nach früheren Angaben 50 Millionen Euro ins laufende Geschäft zurück.
Auch fürs dritte Quartal weist die Bilanz ein zweistelliges Plus aus: Die Ebita-Gewinne stiegen von 124 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent auf 138 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag das Plus laut Vivendi gar bei 13,8 Prozent. Für das zweite Quartal musste die UMG noch einen um fast zwei Prozent geringeren Vorsteuergewinn als im Vorjahreszeitraum ausweisen.
Nach neun Monaten steht die UMG konzernintern als drittstärkstes von fünf Hauptgeschäftsfeldern in der Vivendi-Bilanz hinter den Telekommunikatiossparten SFR und Maroc Telecom, im dritten Quartal ließ die Musiksparte allerdings nur Vivendi Games hinter sich.





