Die Universal Music Group (UMG) hat sich mit dem ersten der von ihr verklagten Social-Networking-Portale verglichen. Bolt.com hat nun in einer außergerichtlichen Einigung eingewilligt, „mehrere Millionen Dollar“ für die in der Vergangenheit begangenen Urheberrechtsverletzungen zu entrichten.
Die genaue Summe des Schlichtungsbetrags wurde nicht bekannt. Universal Music hatte Bolt zusammen mit Grouper und MySpace im Herbst 2006 verklagt, weil die Betreiber dieser Dienste tatenlos zusähen, wie ihre Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material auf ihre Server laden. Während sich Grouper bis zuletzt einer außergerichtlichen Einigung verweigerte, soll MySpace angeblich ebenfalls kurz vor einem Vergleich mit der UMG stehen.
Um die nötigen Schadensersatzsummen aufbringen zu können, hat sich Bolt im Februar für 30 Millionen Dollar von GoFish übernehmen lassen – eine Firma, mit der Universal ein Lizenzabkommen unterhält. GoFish wird sich künftig auf die Audio- und Videofilter von Audible Magic verlassen, um Urheberrechtsverstöße zu verhindern. Das System wird auch auf den Seiten von Bolt.com zum Einsatz kommen.





