Nach Ablauf der ersten acht Monate des laufenden Kalenderjahres kann die Universal Music Group ihren Marktanteil in den USA weiter ausbauen. Weil Sony BMG weiter an Boden verliert und obwohl Warner Music Group aufholt, liegt der Marktführer immer noch unangefochten an der Spitze.
Vor dem Beginn des für die Branche entscheidenden letzten Jahresdrittels kommt die UMG auf einen Marktanteil von 31,6 Prozent – ein Zehntelprozentpunkt mehr als zur gleichen Zeit vor einem Jahr und ganze 7,6 Prozent mehr als die Nummer zwei im US-Markt. Sony BMG verlor im Jahresvergleich 1,5 Prozentpunkte und liegt aktuell bei nur noch 24 Prozent Anteil. Was der deutsch-japanische Major verlor, legte die WMG zu und kommt nun auf 16 Prozent vom Gesamtkuchen. Wieder an Boden verlor EMI mit nur noch 9,1 Prozent (0,6 Prozent weniger).
Diese Entwicklung kommt insgesamt den Independentlabels zugute, die inzwischen einen um 0,5 Prozentpunkte gewachsenen kombinierten Marktanteil von 19,3 Prozent vorweisen können. In diesem Wert sind jedoch nur solche Indies vertreten, die wie TVT, Medacy oder Koch auch ohne Vertriebshilfe der Majors auskommen. Viel Freude wird die US-Branche über diese Entwicklung insgesamt jedoch kaum haben, da der Gesamtmarkt derzeit um rund sechs Prozent hinter dem letzten Jahr hinterherhinkt.
Erfolgreichste Repertoire-Division der ersten beiden Jahresdrittel war gemessen an den Verkäufen von Neuveröffentlichungen Island Def Jam mit einem Marktanteil von 6,3 Prozent, dicht gefolgt von der WMG-Westküstenfirma Warner Bros. Records mit 6,2 Prozent. Warners Ostküstenkollegen von Atlantic kommen auf 6,0 Prozent, Columbia auf 5,7 Prozent.
Weiterhin in oberen Regionen der Label-Charts rangiert Disney (5,1 Prozent), schließlich konnte die Firma mit dem Soundtrack zu „High School Musical“ und mit „Me And My Gang“ von Rascal Flatts die erfolgreichsten Alben des bisherigen Jahres mit aktuell 3,0 bzw. 2,4 Mio. verkauften Exemplaren verbuchen.





