“Ich glaube immer noch an das Tonträgergeschäft“, erklärt Haim Hayon, Inhaber des erst kürzlich neu eröffneten aktiv-Geschäfts Max-Music Sound & Vision in München (musikwoche.de Heft 12): „Die letzten drei Tage vor den Feiertagen waren sehr gut. Ich gewinne derzeit viele neue Kunden von den etablierten Anbietern in der Innenstadt. Manche wollen diese großen Geschäfte einfach nicht mehr und sind die Masse des Angebots leid.“ Auch bei expert Beverungen in Paderborn sei das Ostergeschäft „recht gut gelaufen“, berichtet Verkäuferin Marietta Straub, „vor allem im Bereich DVD“. Bei Tonträgern hätten die Kunden dagegen eher zu Maxi-CDs als zu Alben gegriffen, meint Straub: „In der Umgebung haben wir viele Familien mit Kindern, deshalb liefen Maxi-CDs bei uns schon immer gut.“
Die Euro-Umstellung sei immer noch zu spüren, erklärt Reinhard Kaiser, Verkäufer im Marburger Musikladen, der Ende Mai seine Türen schließen wird. „Das Ostergeschäft war trotzdem nicht schlecht, vor allem hat das Wetter mitgespielt.“ Obwohl sich aktuelle Titel von Alanis Morissette oder Nickelback weiterhin verkauften, habe es keinen herausragenden Hit gegeben. Und die Nachfrage nach dem Nummer-eins-Album von Xavier Naidoo setzte erst nach den Feiertagen ein. „Wir haben schon gemerkt, dass Ostern war“, meint Cord Dierking, Inhaber von aktiv Musik&mehr in Nienburg an der Weser. Obwohl die „Verbraucher momentan etwas klamm“ wären, sei das Geschäft gut gelaufen – „vor allem am Gründonnerstag und Ostersamstag“. Zu den Oster-Hits zählten bei Dierking die Alben von Xavier Naidoo und Shakira sowie die aktuelle Folge von „The Dome“. Dieter Reuter, Verkaufsleiter des vor einem Umbau stehenden Saturn-Markts an der Theresienhöhe in München resümiert: „Das Ostergeschäft lief ein wenig verhalten. Wir spüren, dass der Kuchen im Tonträgergeschäft nicht größer geworden ist und die Kuchenstücke durch Neueröffnungen noch kleiner geschnitten werden.“






