Recorded & Publishing

Ukraine enttäuscht IFPI

Jay Berman, Chairman & CEO der IFPI, bedauert zutiefst eine verpasste Chance im Kampf gegen die Piraterie in der Ukraine.

Jay Berman, Chairman & CEO der IFPI, bedauert zutiefst eine verpasste Chance im Kampf gegen die Piraterie in der Ukraine: Das dortige Parlament, die Rada, wies in diesem Zusammenhang am 20. Dezember mit knapper Mehrheit eine Gesetzesvorlage zurück, die wirksame Maßnahmen gegen die Überkapazitäten in der CD-Produktion und zur Kontrolle von Exporten ermöglichen sollte. „Wir sind tief enttäuscht, dass die Ukraine diese Möglichkeit ungenutzt ließ, ein wirksames Gesetz im Vorgehen gegen die CD-Piraterie zu erlassen.“ Der Entschluss des Parlaments sei ein Bruch der . „Ohne dieses Gesetz bleiben die Produktionsstätten der Ukraine auf lange Zeit eine Bedrohung der Märkte in Europa und in Übersee.“ Die USA kündigten daraufhin Handelssanktionen gegen die Ukraine an. „Sanktionen sind nicht das, worauf die internationale Musikindustrie gehofft hatte“, meinte Berman. „Aber nach der Entscheidung der Rada waren sie unvermeidlich.“ Die Ukraine verfügt über Kapazitäten zur Herstellung von rund 70 Millionen CDs pro Jahr, der nationale Markt erreicht allerdings nur eine Absatzgröße von rund fünf Millionen Exemplaren. In mehr als 30 Ländern tauchten bislang in der Ukraine hergestellte Bootlegs und Counterfeits auf, damit hat das Land erheblichen Anteil an der . Die IFPI übt vor diesem Hintergrund bereits seit längerem auf die Ukraine aus.