Der Streaming-Konsum stieg um fünf Prozent, während physische Albumverkäufe um 1,5 Prozent auf 4,17 Millionen Einheiten zulegten. Besonders Vinyl erwies sich als Wachstumstreiber: Die Verkäufe stiegen um 15,1 Prozent auf knapp 1,96 Millionen Einheiten. CD-Verkäufe hingegen gingen um 7,5 Prozent auf 2,15 Millionen Einheiten zurück.
Die Universal-Music-Gruppe Island EMI behauptete ihre Marktführerschaft aus dem Vorjahr. Sie erzielte im ersten Quartal einen Marktanteil von 15,8 Prozent über alle Konsumformate hinweg.
Im Single-Ranking führte die Londonerin Olivia Dean das Quartal an: Mit „Man I Need“ erreichte sie 731.123 verkaufte Einheiten und belegt zugleich mit „Rein Me In“, einer Kollaboration mit Sam Fender, 549.498 Einheiten und damit Platz zwei. Die Capitol-Musikerin platzierte insgesamt zwölf Titel in den Top 100 in Q1. Weitere britische Artists in den Top 10 sind Dave & Tems mit „Raindance“ auf Platz drei sowie Raye mit „Where Is My Husband!“ auf Platz vier vor. Alles in allem stellten britische Künstler:innen vier der zehn meistverkauften Singles des Quartals.
Bei den Alben setzte sich Harry Styles mit „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“, erschienen beim Sony-Music-Label Columbia an der Spitze durch. Trotz einer Veröffentlichung gegen Ende des Quartals erzielte das Album 226.349 Einheiten und verwies Olivia Deans „The Art Of Loving“ mit 223.731 Einheiten auf Platz zwei.
Zwölf Wochen in Folge standen zu Jahresbeginn nationale Acts auf Platz eins der Albumcharts – darunter Mumford & Sons, die Gorillaz, Charli XCX, Louis Tomlinson und Robbie Williams. Das war die längste Erfolgsserie dieser Art für heimische Artists seit dem Jahr 2017.
Jo Twist, CEO der British Phonographic Industry (BPI), äußerte sich gegenüber dem englischen Branchenmagazin „Music Week“, das die Daten vorab bezog: „Der Optimismus, den unsere Branche in den letzten zwölf Monaten erlebt hat, hat sich in einem positiven ersten Quartal für den britischen Markt niedergeschlagen.“
Weiter heißt es: „Beflügelt von einer neuen Generation von Künstler:innen, die sich einen Namen machen, und etablierten Stars, die gefeierte neue Alben veröffentlichen, konnten wir einen soliden Anstieg des Konsums sowohl bei Streaming- als auch bei physischen Formaten verzeichnen.“ Twist hebt in diesem Kontext insbesondere Harry Styles sowie Olivia Dean hervor sowie im physischen Segment Mumford & Sons, Robbie Williams und die Gorillaz.




