Recorded & Publishing

UK-Markt zum Halbjahr im Minus

Der britische Tonträgermarkt verbucht zum Halbjahr trotz Zuwächsen bei den Album-Verkäufen im Laufe des zweiten Quartals insgesamt ein Minus im einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig führten die Preiskämpfe im britischen Handel zu den bislang geringsten Durchschnittspreisen für Alben.

Der britische Tonträgermarkt verbucht zum Halbjahr trotz Zuwächsen bei den Album-Verkäufen im Laufe des zweiten Quartals nach Angaben des britischen Branchenverbands BPI insgesamt ein Umsatzminus von sieben Prozent. Allein im zweiten Quartal brach das Singles-Format um 40,6 Prozent nach verkauften Stückzahlen und um 44 Prozent nach Umsätzen ein. Die Alben verzeichneten dagegen von Anfang April bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Zuwächse von 11,8 Prozent nach Exemplaren und von 5,4 Prozent nach Wert. Das führte im zweiten Quartal zu einem um 0,1 Prozent besseren Umsatz als im Vorjahr. Statt einer kumulierten Statistik der ersten sechs Monate präsentiert die BPI zudem eine Zwölf-Monats-Bilanz: Von Anfang Juli 2002 bis Ende Juni 2003 weisen die BPI-Mitglieder trotz Zuwächsen von 2,8 Prozent bei der Zahl der verkauften Alben ein Umsatzminus von zwei Prozent in diesem Segment aus, die Umsätze mit Singles brachen in dieser Zeit um 26,2 Prozent ein, die Zahl der verkauften Singles ging um 25,6 Prozent zurück. Neben den bekannten Gründen der Branchenkrise nennt die BPI auch die Folgen des Preiswettbewerbs als Grund für das Umsatzminus: CD-Alben rangieren derzeit laut Verbandsangaben bei einem Durchschnittspreis von 9,79 Pfund – umgerechnet rund 13,90 Euro. Noch nie seien Alben im Großbritannien billiger gewesen. BPI-Chairman Peter Jamieson setzt große Erwartungen auf das dritte Quartal mit anstehenden VÖs von Acts wie Sting oder Dido. Außerdem erwartet Jamieson, dass die BPI-Mitglieder mittelfristig von der Entwicklung im mobilen Entertainment-Sektor und von den geplanten Download-Charts profitieren können.

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