Die britische Handelskette Asda hat den Verkauf von physischen Singles eingestellt. Der Schritt könnte die Zukunft des ohnehin im Absatz schwächelnden Formats ernsthaft gefährden, befürchtet Bob Barnes, Charts Director bei den Chartserstellern von Millward Brown.
Asda ist hinter Tesco die Nummer zwei in Großbritannien, aber „unter den Supermärkten verkauft Asda bei weitem die meisten Singles“, erklärte Barnes. Der Schritt werde deshalb „spürbare Auswirkungen“ haben. Im Jahr 2005 gingen 11,9 Prozent aller in Großbritannien verkauften physischen Singles in den Asda-Märkten über den Tresen. Damit rangiert der Händler hinter HMV (29,8 Prozent), Woolworths (26,9 Prozent) and Virgin Retail (12 Prozent) auf dem vierten Rang. Tesco kommt lediglich auf einen Anteil von 2,9 Prozent.
Die Verbannung physischer Singles aus den Asda-Regalen schaufelt weitere Kohlen auf das Feuer derjenigen, die in Großbritannien die Frage nach der weiteren Existenzberechtigung des Formats stellen. Zwar legte der Singles-Markt im ersten Quartal des Jahres deutlich zu – um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – doch dieses Wachstum beruht allein auf Downloads. Physische Singles verloren mit 2,18 Millionen abgesetzten Einheiten weitere 34 Prozent ihres Absatzes. Insgesamt verkaufte die UK-Branche 9,96 Millionen Einzeltracks im ersten Quartal.





