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Udo Jürgens greift HipHop und Volksmusik an

Auf einer Pressekonferenz in München, bei der Udo Jürgens Details zu seiner kommenden Tour im nächsten Jahr verriet, kritisierte er auch die Gewaltbereitschaft im HipHop und die bewusst suggerierte heile Welt der Volksmusikszene.

Auf einer Pressekonferenz in München, bei der Udo Jürgens Details zu seiner Tour im kommenden Jahr verriet, kritisierte er auch die Gewaltbereitschaft im HipHop und die bewusst suggerierte heile Welt der Volksmusikszene.

Jürgens zitierte aus einer Studie, die sich mit der Altersstruktur seines Live-Pubilums beschäftigte. Die meisten Fans stammten aus der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen. In diesem Zusammenhang halte er es zwar für völlig verständlich, dass sich die Jüngeren mit anderen Künstlern beschäftigen, distanzierte sich aber von aggressiver und gewaltverherrlichender Musik einiger HipHop-Veröffentlichungen. Ebenfalls nur noch wenig zu seinen Konzerten kämen die Älteren ab 60 Jahren. „Meine eigene Altersgruppe lässt mich im Stich“, scherzte der Sony-BMG-Künstler. Aber wegen der sozialen Probleme in der Gesellschaft, so Jürgens, würde sich diese Gruppe wohl mehr der vermeintlich heilen Welt der Volksmusik zuwenden. „Dabei wissen wir, dass die Volksmusikszene alles andere als heil ist. Sie wird nur so präsentiert.“

Zu der Pressekonferenz hatte das Münchner Büro van Almsick geladen, die damit auch auf die beiden bayerischen Konzerte Jürgens hinweisen wollte. Als örtlicher Veranstalter für die von DEAG ausgerichtete Tournee fungiert in Regensburg Global Concerts, in München die United Promoters AG. Jürgens kündigte zudem an, auf der mehr als 40 Konzerte umfassenden Tour mehr aktuelle Songs zu spielen als jemals zuvor: „Umso älter ich werde, umso frecher werde ich.“