Die US-Fachhandelskette Trans World Entertainment (TWE) beendete ihr Geschäftsjahr mit Verlusten. Auch das Weihnachtsquartal konnte das Unternehmen nicht vor den roten Zahlen retten. Die 1,239 Mrd. Dollar Umsatz in den zwölf Monaten bis zum 28. Januar bedeuten einen Rückgang um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damals blieb unterm Strich auch noch ein Nettogewinn von 41,8 Mio. Dollar. Diesmal muss TWE mit einem Verlust von 1,4 Mio. Dollar klarkommen. Das Mediengeschäft zeige allgemein Schwächen, erklärte Chairman & CEO Robert J. Higgins. Die Verkaufszahlen von Musikneuveröffentlichungen lägen einfach nicht mehr auf dem Niveau vergangener Jahre und auch das DVD-Geschäft habe die Erwartungen nicht erfüllt.
Im Games-Bereich habe zwar die Xbox für gute Zahlen gesorgt, doch auch hier seien insgesamt zu wenig Verkaufsschlager auf dem Markt. TWE hatte das ganze Jahr 2005 mit schwachen Zahlen zu leben, aber auch die Hoffnungen auf ein umsatzstarkes viertes Quartal blieben unerfüllt. In den 13 Wochen bis zum 28. Januar nahmen die knapp 800 TWE-Outlets, die unter Handelsmarken wie f.y.e., Coconuts, Strawberries, Second Spin, Wherehouse, CD World, Spec’s oder Planet Music firmieren, 458,6 Mio. Dollar ein – 10,7 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Nettogewinne brachen im Weihnachtsquartal sogar um 48 Prozent auf nur noch 18 Mio. Dollar ein.
Und auch für den Beginn des aktuellen Geschäftsjahres verheißt Higgins wenig Gutes: Das erste Quartal werde wohl weitere Umsatzeinbußen von sechs bis sieben Prozent bringen. Für das Gesamtjahr vermag TWE keine Prognosen abzugeben, da das Unternehmen im Begriff ist, 400 Filialen des insolventen Mitbewerbers Musicland zu übernehmen.





