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TWE könnte Musicland übernehmen

Im Zuge des Insolvenzverfahrens um die US-Einzelhandelskette Musicland deutet sich als eine Option für die Zukunft ein Verkauf von Teilen des Unternehmens an: Angeblich soll Trans World Entertainment bereits Interesse angemeldet haben. Doch die Schulden bei Musicland sind beachtlich.

Im Zuge des Insolvenzverfahrens um die US-Medieneinzelhandelskette Musicland deutet sich als eine Option für die Zukunft ein Verkauf von Teilen des Unternehmens an: Angeblich soll Trans World Entertainment (TWE) bereits Interesse angemeldet haben. Musicland betreibt 456 Outlets unter dem Markennamen Sam Goody und weitere 352 Läden als Suncoast Motion Picture, die 61 Media-Play-Niederlassungen werden seit Mitte Dezember abgewickelt. TWE ist mit mehr als 800 Filialen unter den Markennamen f.y.e., Coconuts Music and Movies, Strawberries Music, CD World, Spec’s, Planet Music, Wherehouse und Second Spin aktiv und gilt ebenfalls nicht als besonders profitabel. Doch immerhin bewegt sich TWE noch in den schwarzen Zahlen.

Musicland wird dagegen ab Anfang Februar in weiteren 284 Niederlassungen mit Räumungsverkäufen beginnen. Danach werden von den ursprünglich 869 Zweigstellen nur noch 524 übrig bleiben. Welchen Preis ein potenzieller Käufer bereit ist, für dieses Rumpf-Musicland zu bezahlen, ist derzeit nicht bekannt. Laut der letzten Bilanz hat die Kette Aktivposten im Wert von 371 Mio. Dollar und Verpflichtungen von 485 Mio. Dollar.

Unter den Gläubigern befinden sich nahezu alle relevanten Medienvertriebe der Branche: Sony BMG wartet auf 24,6 Mio. Dollar, WEA auf 23,4 Mio., Universal Music & Video Distribution auf 21,2 Mio., 20th Century Fox Home Entertainment auf 30,2 Mio. und der Independentvertrieb Navarre auf 12,8 Mio. Dollar. Ob sich indes der Verkauf an TWE realisieren lässt, steht in den Sternen. Im Gegensatz zur Musicland-Kette führen die TWE-Marken bislang keine Bücher.

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