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TVT gewinnt Rechtsstreit gegen Island DefJam

Im Rechtsstreit um die Veröffentlichung eines Albums von Ja Rules Formation Cash Murda Click hat das Label TVT Records einen Sieg errungen: Island DefJam wurde verurteilt, 132 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen.

Im Rechtsstreit um die Veröffentlichung eines Albums von Ja Rules Formation Cash Money Click hat das Label TVT Records einen Sieg errungen: Die Universal-Music-Tochter Island DefJam (IDJ) wurde verurteilt, 132 Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen. IDJ kündigte aber direkt nach dem Urteil Berufung an. Ursprünglich hatte TVT 400 Millionen Dollar Schadensersatz gefordert. Die Ursache des Streits liegt Jahre zurück. Ja Rule war ursprünglich von TVT Records gesignt worden, wechselte dann aber zu IDJ. Da JaRule mit seiner alten Formation Cash Money Click noch einmal ein Album auf TVT aufnehmen wollte, verhandelte die Plattenfirma mit IDJ – man einigte sich. Zehn Monate später wiederrief die Universal-Firma das Abkommen, was TVT zum Gang vor Gericht bewog. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass IDJ und deren Chef Lyor Cohen den Vertrag in betrügerischer Absicht unterlaufen hätten. Die 132-Millionen-Dollar-Strafe, die in etwa einem Fünftel des Jahresgewinns der Universal Music Group entspricht, schlüsselt sich wie folgt auf: 24 Millionen Dollar als Ausgleich für entgangenen Umsatz von TVT, 52 Millionen Dollar Strafe für IDJ und 56 Millionen für Lyor Cohen persönlich, beides wegen Vertragsbruch. Cohens Vertrag bei Universal Music läuft in acht Monaten aus, Insider erwarten aber, dass das Unternehmen an ihm festhält.