Recorded & Publishing

TuneTribe will Digitalvertrieb rentabler machen

Das Start-up TuneTribe tritt in den kommenden Wochen an, das Musikgeschäft im Internet zu revolutionieren. Was wie ein Dèja-vu aus den Zeiten des Dotcom-Booms klingt, ist das Unternehmen von Groove-Armada-Mitglied Tom Findley und seinem Geschäftspartner John Strickland.

Das Start-up-Unternehmen TuneTribe tritt in den kommenden Wochen an, das Musikgeschäft im Internet zu revolutionieren. Was wie ein Dèja-vu aus den Zeiten des Dotcom-Booms klingt, ist das Unternehmen von Groove-Armada-Mitglied Tom Findley und seinem Geschäftspartner John Strickland. Die Firma will noch im November die Website TuneTribe.com offiziell in Betrieb nehmen. Dort sollen vertragsfreie Künstler und Labels ihre Musik zum kostenpflichtigen Download anbieten können. Die Verkaufspreise bestimmen die Rechteinhaber selbst, von jedem verkauften Song gehen 80 Prozent der Erlöse an den Urheber. Das ist deutlich mehr, als Künstler durch digitale Vertriebsabkommen mit dem Verkauf ihrer Musik bei iTunes & Co. verdienen können.

Auf der Website können sich derzeit alle Interessenten anmelden, Verträge für Künstler und Labels liegen als PDF-Formulare vor. Bislang haben bereits über 30 Indie-Labels unterschrieben, auch mit dem britischen Independent-Verband AIM laufen Verhandlungen. „Sie wären überrascht, wenn Sie wüssten, welche namhaften Künstler gerade ohne Plattenvertrag sind“, so Findley gegenüber der „Financial Times“. TuneTribe ist ein privat finanziertes Unternehmen, Findley und sein Partner Strickland haben zusammen für die Startfinanzierung in Höhe von 350.000 Pfund (mehr als 500.000 Euro) gesorgt, nun suchen die beiden nach zusätzlichem Venture Capital. Die Technik stammt von der Firma Interesource, juristischer Beistand kommt von der Kanzlei Lee & Thompson.