Während das digitale Musikgeschäft in Westeuropa, Asien und Nordamerika immer mehr zur tragenden Säule der Branche wird, gilt es, im Osten der EU Aufbauarbeit zu leisten. In Tschechien gingen nun die ersten vollständig lizenzierten Downloadshops ans Netz.
In einem Markt, in dem nach Aussage der IFPI zu rund 40 Prozent von Piraterieprodukten bestimmt wird, versuchen nun die Websites www.i-legalne.cz und www.allmusic.cz ihr Glück mit legalen Downloadverkäufen. Die vier Majorlabels haben i-legalne.cz alle Lizenzen für den Verkauf ihres Repertoires erteilt, die anfängliche Katalogtiefe reicht allerdings erst bis zu einem Titelumfang von gut 200.000 Tracks.
In den kommenden zwei Monaten soll das verfügbare Angebot auf 400.000 Titel anwachsen und letztlich bis zu 2,5 Millionen Songs erreichen. Die Preise pro Download richten sich nach Aktualität und Popularität des jeweiligen Songs und bewegen sich zwischen 15 und 40 Kronen (0,54 bis 1,43 Euro). In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres machten die tschechischen IFPI-Mitglieder knapp zehn Millionen Kronen (357.000 Euro) Umsatz mit digitalen Formaten – hauptsächlich in Form von Klingeltönen.
Der Gesamtumsatz der Branche im ersten Halbjahr lag bei 201,7 Millionen Kronen (7,2 Millionen Euro). Auf absehbare Zeit soll der digitale Anteil am Geschäft etwa fünf Prozent betragen, erwartet die tschechische IFPI-Direktorin Petra Žikovská.





