Recorded & Publishing

Trübes Geschäftsjahr für Zomba

Einen Umsatz- und Gewinneinbruch von bis zu 25 Prozent erwartet Zomba-Deutschland-Chef Kurt Thielen für sein Unternehmen im Jahr 2001.

Einen Umsatz- und Gewinneinbruch von bis zu 25 Prozent erwartet Zomba-Deutschland-Chef Kurt Thielen für sein Unternehmen im Jahr 2001. In einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ wies Thielen auf die „trübe Situation der Plattenindustrie“ hin und prognostizierte einen weiteren Umsatzeinbruch für die gesamte Branche bis zum Jahresende. Vermeldete der Bundesverband Phono zum Halbjahr 2001 bereits im Vergleich zum Vorjahr, werde das Minus nach Thielens Schätzung bis Jahresende bei 15 Prozent liegen. Als Ursachen für die Verluste nannte Thielen neben den üblichen Verdächtigen – Raubkopien und CD-Brenner – auch hausgemachte Probleme, wie etwa die Veröffentlichungsflut von Hit-Compilations. Wer die aktuellen Single-Hits auf einer Platte habe, kaufe kaum noch die einzelnen CDs der Popstars. Nachteilig wirke sich auch die Tatsache aus, dass es der Branche bislang nicht gelungen sei, die über 30-jährigen Musikfans als Plattenkäufer zurückzugewinnen. Dies liege auch am Einzelhandel, der seinen Service verbessern müsse.