Ein US-Insolvenzgericht genehmigte am 15. März den Entschuldungsplan der Handelskette Tower Records. Demnach haben die Tower-Gläubiger nun 85 Prozent der Unternehmensanteile übernommen und dafür Schulden in Höhe von rund 80 Mio. Dollar verrechnet. Unternehmensgründer Russ Solomon und seine Familie behalten die verbleibenden 15 Prozent, Solomon selbst soll dem Unternehmen als Mitglied des Aufsichtsrats und Chairman Emeritus erhalten bleiben. Zu den Gläubigerbanken zählen die britische Barclays Bank sowie die US-Gesellschaften Highland Capital Management, AIG Global Investment und MW Post Advisory. Unter der Leitung dieser Institute kann Tower nun seine Geschäfte fortführen. Zudem haben die Gläubigerbanken den Investmentbanker Lloyd Greif beauftragt, erneut einen Käufer für die Kette mit ihren 93 Outlets zu suchen. Zwar sprach Greif gegenüber dem „Hollywood Reporter“ bislang nur von ungenannten Interessenten, allerdings soll sich gerüchteweise u. a. das Unternehmen Sun Capital für eine Tower-Übernahme interessieren. Sun hatte erst Mitte 2003 mit Musicland einen anderen großen Player des US-Tonträgergeschäfts durch eine Übernahme vor dem endgültigen Aus bewahrt und galt schon im Dezember als Tower-Interessent. Mehr zum Thema
Tower schließt Chapter-11 ab
Ein US-Insolvenzgericht genehmigte am 15. März den Entschuldungsplan der Handelskette Tower Records. Nun kann das Unternehmen seine Geschäfte fortführen und erneut einen Käufer suchen.





