Die Mutterfirma MTS hat wie erwartet ein so genanntes Chapter 11 Gläubigerschutzverfahren für die Handelskette Tower Records beim US-Insolvenzgericht in Wilmington/Delaware beantragt. Gleichzeitig legte das Unternehmen einen Restrukturierungsplan vor, der vor allem helfen soll, die drückende Schuldenlast von gut 110 Mio. Dollar um rund 80 Mio. Dollar zu reduzieren. Die derzeit noch 93 Tower-Shops sollen demnach geöffnet bleiben. „Wir verfolgen nur ein finanzielles Ziel, kein operatives“, erklärte Tower-CEO E. Allen Rodriguez in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen könne dabei auf die notwendige Unterstützung seiner Kreditgeber und Anteilseigner bauen. Der Restrukturierungsplan soll laut Rodriguez im Laufe von nur 45 bis zu maximal 60 Tagen umgesetzt werden können. Ist bis dahin kein Käufer gefunden, sollen die insgesamt 38 Kreditgeber im Zuge einer Umschuldung rund 85 Prozent aller Anteile an Tower Records übernehmen. Derzeit hält Tower-Gründer Russ Solomon, der das Unternehmen 1960 mit einem einzelnen Geschäft eröffnete, 62 Prozent aller Tower-Anteile; seine beiden Söhne Michael und David Solomon weitere 36 Prozent.
Tower reicht Insolvenz ein
Die Mutterfirma MTS hat wie erwartet ein so genanntes Chapter 11 Gläubigerschutzverfahren für die Handelskette Tower Records beantragt. Gleichzeitig legte das Unternehmen einen Restrukturierungsplan vor.






