Nach den USA, Kanada, Großbritannien und demnächst auch Deutschland will der Downloadhändler Napster als nächstes den digitalen Markt in Japan knacken. Damit ist Napster nach dem zaghaften Start des Downloaddienstes von Yahoo! und dem gerade erst erfolgten Launch von iTunes Japan der nächste westliche Downloadanbieter, der sich im großen Maßstab auf den zweitgrößten Musikmarkt der Welt wagt. Dabei teilt sich das Unternehmen jedoch die Investitionskosten und das finanzielle Risiko. Als exklusiver Joint-Venture-Partner trägt die Einzelhandelskette Tower Records Japan (TRJ) 70 Prozent der Kosten und kümmert sich auch inhaltlich um Napster Japan, das innerhalb von zwölf Monaten ans Netz gehen soll.
Bis zu sieben Mio. Dollar will TRJ in das Gemeinschaftsprojekt stecken und dabei die Mehrheit des Managementteams stellen. TRJ erhält dafür einen 70-prozentigen Anteil an Napster Japan und wird sich künftig um das lokale Repertoire, Marketing und Promotion kümmern. Napster investiert bis zu drei Mio. Dollar in das Projekt und hält 30 Prozent der Firmenanteile. Die Downloadprofis sorgen bei Napster Japan für die technologische Plattform, einen umfangreichen Titelkatalog und nicht zuletzt für den weltweit zugkräftigen Markennamen.
TRJ gilt mit 700 Mio. Dollar Jahresumsatz als größter Musikfachhändler Japans und verfügt über derzeit 108 Filialen, mehrere Websites mit monatlich zwei Mio. Usern und ein Kundenmagazin, das monatlich in einer Auflage von 400.000 Exemplaren erscheint.





