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Tower-Gründer überlässt anderen das Feld

Das Vorgeplänkel zur eigentlichen Versteigerung des US-Traditionshändlers Tower Records ist noch in vollem Gang, doch inzwischen steht fest, dass Firmengründer Russ Solomon sich nicht an der Auktion beteiligen wird. Dennoch gibt es Hoffnung auf Käufer mit bewahrenden Interessen.

Das Vorgeplänkel zur eigentlichen Versteigerung des US-Traditionshändlers Tower Records ist noch in vollem Gang, doch inzwischen steht fest, dass Firmengründer Russ Solomon sich nicht an der Auktion beteiligen wird.

Zwar hieß es bis zuletzt, der inzwischen 80-jährige Unternehmensgründer wolle bei der Versteigerung am 5. Oktober den auf 15 Prozent Anteil geschrumpften Einfluss seiner Familie an der 89 Filialen umfassenden Fachhandelskette erhalten, doch nun wurde bekannt, dass die Ära Solomon bei Tower nach 46 Jahren zu Ende sein wird – unabhängig davon, wer den Zuschlag für die insolvente Kette erhält. Dennoch gibt es Hoffnung auf Käufer mit bewahrenden Interessen.

Neben dem Lead Bidder Great American Group, der angeblich mit einer Summe zwischen 90 und 95 Mio. Dollar den Mindestpreis für die Auktion definiert hat, hat auch der Chicagoer Privatinvestor Radius Equity Partners ein Gebot bestätigt. Während Great American wohl Tower zerschlagen und auflösen würde, strebt Radius eine Sanierung an.

Über die Pläne von Trans World Entertainment wurde bislang nichts bekannt, die führende Medienhandelskette der Vereinigten Staaten gilt als einer der wahrscheinlichsten Käufer für die Tower-Reste. Diese dürften aber trotz der hohen Schuldenlast mehr wert sein als das Mindestgebot von Great American. Allein das Inventar des Händlers wird auf einen Marktwert von über 200 Mio. Dollar taxiert.

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