Seit dem Relaunch von mediabiz.de und musikwoche.de gab es bisher nur wenige Meldungen, die eine so kontroverse Diskussion anstießen wie diese: musikwoche.de hatte Berthold Seligers Kritik an der GEMA referiert. Seliger bezog sich auf eine Klage der Sängerin Barbara Clear gegen die Verwertungsgesellschaft, die das Münchner Landgericht abgewiesen hatte. Der in Berlin ansässige Konzertagenturbetreiber bestätigte dabei am Beispiel einer Gruppe seines Künstlerstamms die Erfahrungen von Barbara Clear: „Wenn eine Band vom Kaliber Lambchops ein Konzert vor 1000 Menschen gibt, dann bezahlt der Veranstalter eine hohe dreistellige Gebühr an die GEMA. Von diesem Geld sieht die Band, die praktisch nur Eigenkompositionen spielt und die im Grunde ja nun von der GEMA, die so tut, als ob sie die Rechte der Komponisten, Musiker und Songwriter vertreten würde, einen guten Teil der Gebühren erhalten müsste, praktisch kaum etwas – ein niedriger zweistelliger Betrag kommt bei Lambchop und ihrem Songwriter Kurt Wagner an.“
Tourneeveranstalter attackiert die GEMA
In seinem letzten Presserundbrief übte der Berliner Impresario Berthold Seliger heftige Kritik an der Verwertungsgesellschaft. Das wiederum rief hitzige Widerrede hervor, die Seliger nicht auf sich sitzen lassen wollte. MusikWoche dokumentiert den Schlagabtausch.






