Justin Timberlake ist unter die Label-Besitzer gegangen. Sein eigener Chef wird der Popstar dadurch indes nicht. Das Joint Venture Tennman Records betreibt er gemeinsam mit der Universal-Division Interscope Geffen A&M. Er selbst bleibt als Künstler allerdings weiterhin beim Sony-BMG-Label Jive unter Vertrag.
Timberlake wurden schon länger unternehmerische Ambitionen nachgesagt. Im Herbst 2005 soll er am Kauf der in seiner Heimatstadt Memphis angesiedelten Labels Stax und Sun interessiert gewesen sein. Tennman Records – zumindest dem Namen nach noch mit Timberlakes Herkunft aus Tennessee verbunden – ist jedoch eine Neugründung und wird seine Zelte in Los Angeles aufschlagen. Als Partner fungiert Interscope-Chef Jimmy Iovine, der jedoch keine Exekutivposition bei Tennman bekleiden wird. Stattdessen wird Universal Music weltweit als Vertrieb für die neue Firma auftreten.
Als Chairman & CEO fungiert Timberlake selbst, Unterstützung im Tagesgeschäft erhält der Star von President Ken Komisar. Komisar war zuletzt als Vice President A&R bei Sony BMG tätig und arbeitete bereits vor der Fusion von Sony Music und BMG ein Jahrzehnt als A&R bei Sony-Labels. Im Jahr 1995 stand er für kurze Zeit in Diensten von Michael Jackson und dessen Label MJJ Music. Erste Künstler hat Tennman angeblich bereits unter Vertrag, vorstellen will Timberlake diese allerdings erst in den kommenden Wochen.






