TikTok arbeitet derzeit an einer neuen Funktion, die es Urheber:innen ermöglichen soll, für ausgewählte Videos einen Preis ihrer Wahl zu verlangen. Das berichteten zunächst The Information und später unter anderem „Billboard“ und Music Ally.
Demnach planen die Betreiber:innen der Videoplattform zusätzlich eine Überarbeitung ihres sogenannten „Creator Fund“, um den Ersteller:innen künftig eine höhere Vergütung zu ermöglichen als bisher. Wie The Information berichtet, könnte die neue Version unter dem Namen „Creator Fund 2.0“ bereits im März starten.
Ursprünglich hatte TikTok den Creator Fund im Sommer 2020 mit 200 Millionen Dollar ins Leben gerufen, „um ambitionierte Kreative zu unterstützen, die nach Möglichkeiten suchen, ihren Lebensunterhalt durch ihre innovativen Inhalte zu bestreiten.“ Ein TikTok-Sprecher ließ wissen, dass man nun neue Wege erforschen würde, „um der TikTok-Community ein wertvolles und lohnendes Erlebnis zu bieten.“
Während TikTok diese neuen Funktionen erforscht, führt das Unternehmen auch einen weiteren interessanten Test in Australien durch, wo die Plattform vorübergehend die Verwendung von Titeln großer Labels in Videos einschränkt. Damit wolle man analysieren, „wie auf Sounds zugegriffen wird und wie sie zu Videos hinzugefügt werden“, um, „die Sounds Library zu verbessern und zu erweitern“.
Die Analysten von Music Ally stellen nun folgendes Szenario auf, das noch 2023 möglich wäre: TikTok werde in seiner Haupt-App kostenpflichtige Beiträge einführen, während die Muttergesellschaft ByteDance diverse Deals mit Urheber:innen und Rechteinhabern abgeschlossen hat, um mit ihrem Musikstreamingdienst Resso weltweit auf aggressiven Expansionskurs zu gehen.





