Recorded & Publishing

Texas erweitert Klage gegen Sony BMG

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, hat einen weiteren Vorwurf in die Klageschrift im Fall Sony BMG aufgenommen. Das Unternehmen soll mit seiner Kopierschutzsoftware MediaMax auch das Bundesgesetz gegen betrügerische Geschäftspraktiken verletzt haben.

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, hat einen weiteren Vorwurf in die Klageschrift im Fall Sony BMG aufgenommen. Das Unternehmen soll mit seiner Kopierschutzsoftware MediaMax auch das Bundesgesetz gegen betrügerische Geschäftspraktiken verletzt haben, indem es eine integrierte Spyware auf seinen CDs einsetzte. Diese werde installiert, selbst wenn der Nutzer der Installation nicht zustimme. „Wir haben zusätzliche Methoden entdeckt, mit denen Sony texanische Konsumenten, die einfach ihre Musik erwerben wollten, hinters Licht führt“, erklärte Abbott.

Sony BMG widersprach den Vorwürfen. Die MediaMax-Software „verstecke“ sich nicht auf dem Rechner und sammle im Gegensatz zu anderen Spywares keine Informationen über die Nutzergewohnheiten. „Wir befinden uns in einem ständigen Dialog mit dem Generalstaatsanwalt und wir sind überzeugt, dass wir durch diesen Austausch belegen können, dass Sony BMG adäquat auf die heute geäußerten Vorwürfe reagiert hat – vor allem hinsichtlich der Installation von MediaMax“, betonte ein Unternehmenssprecher.

Abbott hatte bereits am 21. November Zivilklage gegen den Major erhoben, weil dieser mit dem Kopierschutzsystem XCP gegen die Anti-Spyware-Bestimmungen verstoßen habe. Abbot warnte die Konsumenten außerdem davor, dass sowohl XCP als auch MediaMax eine Gefahr für ihre Rechner darstellen könnten.

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