Napster hofft, mit hauseigenen Verbesserungen im Softwarebereich und mit einem neuen Napster-Digitalplayer Boden auf die Konkurrenz im Downloadgeschäft gut machen zu können. Napster 3.7 soll dabei optimieren, wozu Microsoft offenbar nicht imstande war.
Das Update erhalten nur zahlende Abonnenten, die für rund zehn Dollar entweder das stationäre Abo oder für 15 Dollar monatlich das mobile Napster To Go beziehen. Napster 3.7 soll vor allem ein oft beklagtes Problem lösen: Den meist viel zu langsamen und mühseligen Transfer der mit Microsoft-DRM versehenen Dateien vom Computer auf ein tragbares Abspielgerät.
Erst im März hatte Napster-CEO Chris Gorog über Technologiepartner Microsoft geschimpft: „Es steht außer Frage, dass die in den letzten zwölf Monaten nicht gerade brillant gearbeitet haben.“ Die Probleme im Bereich Digital Rights Management und im Zusammenspiel zwischen Softwarelieferant Microsoft und den diversen Herstellern von Digitalplayern hätten sich als gewaltiger Stolperstein für die Geschäftsentwicklung von Napster erwiesen, so Gorog.
Dank der Eigenentwicklung PowerSync soll nun alles kinderleicht gehen, sagte Technikchef William Pence. Nutzer der aktualisierten Napster-Software können ihre Musik zudem künftig auf drei statt auf zwei Geräte übertragen. Insgesamt seien inzwischen rund 65 kompatible MP3-Player, Handys und PDAs auf dem Markt.
Zudem kommen Napster-Kunden nun in den Genuß eines neuen Players mit 1GB-Flash-Speicher, Videowiedergabe und UKW-Empfänger. Das Gerät kostet Jahresabonnenten nur 50 Dollar und wer sich mit einem Speicher von 256 MB zufrieden gibt, erhält den Player kostenlos.






