Das Marktforschungsinstitut Media Control will künftig auch das Nutzungsverhalten in P2P-Netzwerken wie KaZaA und eDonkey/eMule untersuchen. Die illegalen Download-Charts sollen die kürzlich erstmals veröffentlichten legalen Download-Charts ergänzen und Rückschlüsse auf aktuelle Trends ermöglichen. Damit begibt sich das Unternehmen in einen Marktforschungsbereich, den in Nordamerika bereits Firmen wie BigChampagne oder ITIC abdecken. Media-Control-Geschäftsführerin Ulrike Altig will am 30. September auf einer Pressekonferenz am Rande der Popkomm eine anonymisierte Übersicht über Art und Umfang getauschter Musikstücke über das Internet vorstellen. Vorab verlautete dazu aus Baden-Baden, bei jeder zweiten Datei in Tauschbörsen handele es sich um Musik. Nun wolle Media Control ausweisen, welche Musik-Titel besonders hoch im Kurs stehen. Altig nannte die Daten „elektrisierend“. Umgesetzt wurde das Projekt zusammen mit dem Bereich angewandte Informatik an der Fachhochschule Heidelberg. Zudem will Media Control mit Hilfe eines neu entwickelten, anonymisierten Kundenabfrage-Tools die Verkaufstrends im Internet transparenter machen.
Tauschbörsen-Charts zur Popkomm
Media Control will am Rande der Popkomm eine anonymisierte Übersicht über Art und Umfang getauschter Musikstücke vorstellen.





