Nach der Ankündigung der Musikindustrie, Tauschbörsen-Nutzer schärfer zu verfolgen, rüsten die P2P-Netzwerke nun ihre Dienste auf, um ihre Gemeinde vor den lästigen Verbandsfahndern zu schützen. Wie „Spiegel Online“ berichtet, haben bereits mehrere der meistfrequentierten Tauschbörsen derartige Software-Upgrades angekündigt und teilweise schon umgesetzt. Effektivstes Mittel scheint dabei der Einsatz von Proxy-Servern zu sein, mit denen die Börsenbetreiber die Identität ihrer Nutzer verschleiern können – das diese den Betrieb verlangsamen, müssen die Verantwortlichen wohl in Kauf nehmen. Auch verzichten Kazaa, Morpheus und andere künftig auf Spy- und Ad-Ware, die bisher ebenfalls einen Zugriff auf User-Daten ermöglichte. Einen Schritt weiter geht iMesh: Die Firma arbeitet angeblich am Aufbau eines Servernetzes, in dem fiktive User große Mengen nicht existenter Daten tauschen, die die Fahnder auf falsche Fährten locken sollen. Die Drohgebärden der Musikindustrie hatten im Juli erstmals Wirkung gezeigt: NielsenNetratings stellte einen Nutzerschwund von 15 Prozent bei den populärsten Tauschdiesten fest.
Tauschbörsen bauen Fahnder-Abwehr
Nach der Ankündigung der Musikindustrie, Tauschbörsen-Nutzer schärfer zu verfolgen, rüsten die P2P-Netzwerke nun ihre Dienste auf, um ihre Gemeinde vor den lästigen Verbandsfahndern zu schützen.





