“Es geht bei Mobile Musik vor allem darum, Musik überall und jederzeit verfügbar zu machen und dies so einfach wie möglich“, sagte Nikesh Arora, Marketing Vorstand T-Mobile International und Leiter von T-Mobile, auf der Pressekonferenz zum Ear-Phones-Start am 28. Juni in London. Mit von der Partie waren auch die Kooperationspartner Boyd Muir, CFO Universal Music International, und Jim McDermott, Senior Vice President Sony Music International. Der Vorteil ist, so Arora, dass „Musik schon mobil ist“. Die Menschen seien es gewohnt, unterwegs Musik zu hören. Deshalb zeigte sich Arora überzeugt, dass Handys auch auf lange Sicht „ein echter Umsatz- und Wachstumstreiber für uns und die ganze Musikindustrie sein werden“. Für Ear Phones stellen die Plattenfirmen zunächst auf 90 bis 120 Sekunden gekürzte Fassungen des lizenzierten Materials zur Verfügung, die so genannten Mobile Mixes. Tracks in voller Länge sollen ab Ende 2004 angeboten werden, wenn ein mit der zweiten Version des OMA-Standards ausgerüstetes DRM-System für Full-Track-Versionen auf dem Markt ist.
Den Vorteil mobiler Musikangebote sah Arora darin, dass nur noch ein einziges Gerät notwendig sei und auch Zwischenschritte wie PC oder Walkman überflüssig würden. Dennoch ging er zunächst von einer friedlichen Koexistenz von Angeboten wie iTunes und mobilen Angeboten wie Ear Phones aus, da es um verschiedene Anwendersituationen gehe. Auch Muir sah im Mobiltelefon das „ultimative tragbare Endgerät, das den Nutzern wie einst der Walkman die Möglichkeit bietet, ihrer Musik und ihren Lieblingskünstlern noch näher zu sein“. Außerdem sei Aktualität ein wichtiger Bestandteil der T-Mobile-Strategie, deshalb stehen die Mobile Mixes schon zwei Wochen vor VÖ-Datum des Tonträgers zum mobilen Download bereit. Den Preis von 1,50 Euro pro Track rechtfertigte Arora damit, dass den Kunden mit dem Mobiltelefon ein im Vergleich zum MP3-Player verhältnismäßig günstiges Gerät in hoher Qualität zur Verfügung gestellt würde. In der Startphase gibt es fünf neue Ear-Phones-fähige Mobiltelefon-Modelle, zwölf sollen es bis Jahresende sein. Das Günstigste kostet 59,90 Euro. Ear Phones startet mit zunächst 500 Mobile Mixes, Ende des Jahres sollen 250.000 Tracks in voller Länge zur Verfügung stehen. T-Mobile rechnet bis Mitte nächsten Jahres mit einer Mio. verkaufter Tracks sowie einer Mio. verkaufter Handys.






