Über die „Neuen Player im Musikgeschäft“ sprach Ralf Lülsdorf, Senior Manager Musikmarketing T-Mobile International, im Rahmen eines Vortrages am 29. Juni 2004 an der forward2business-Zukunftsuniversität. Lülsdorf sieht die T-Mobile ab dem nächsten Jahr als relevanten Teil der Musikindustrie. Allerdings werde die Rolle der Majors abnehmen, sagte er mit Hinweis darauf, dass auch T-Mobile bereits teilweise direkt mit Labels und Künstlern zusammenarbeite. Außerdem spiele man mit dem Gedanken, eigene Labels zu gründen. Der mobile Bereich biete „eine neue Heimat für heimatlose Indies, die mobile Distribution machen wollen“ und für ehemalige Major-Mitarbeiter: „Wir brauchen Aggregatoren, also Branchenspezialisten, die uns die Musik mit geklärten Rechten und Lizenzen als Vorprodukt liefern.“
Lülsdorf geht davon aus, neben den 16- bis 24-Jährigen Klingeltonnutzern auch eine breitere Zielgruppe mit Musik erreichen zu können, die seiner Einschätzung nach sogar das Zeug zur vieldiskutierten „Killerapplikation“ habe. Hinsichtlich der technischen Entwicklung der Endgeräte prognostizierte Lülsdorf, dass Nutzer in Zukunft ihre Musik überall und mit jedem Gerät verwenden und untereinander weitergeben könnten. Lülsdorfs aufmunternde Botschaft an die Branche lautete: „Die Musikindustrie wächst!“ Die T-Mobile geht davon aus, dass der mobile Downloadmarkt in den nächsten vier Jahren allein in Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien von derzeit 850 Mio. Euro auf 2,8 Mrd. Euro wachsen werde.






