Recorded & Publishing

Sven Kilthau-Lander über die Bon-Jovi-Radiopremiere

Am 29. Juli startete mit der Radiopremiere der Single „Everyday“ Island Mercurys Kampagne für das neue Album von Bon Jovi. Besonderen Wert legen die Hamburger auf die Vernetzung von Radio- und TV-Promotion, wie Sven Kilthau-Lander, Director Promotion/Publicity/ PR im Gespräch mit musikwoche.de betonte.

musikwoche: Würden Sie die Radio-Premiere der neuen Bon-Jovi-Single als gelungen bezeichnen?

Kilthau-Lander: Es war wirklich der Hammer! Zwischen 8:40 und 8:50 Uhr gab es im deutschen Radio am 29. Juli kaum etwas anderes zu hören als „Everyday“. Ich muss an dieser Stelle den kooperierenden Sendern und meinem Radioteam ein großes Kompliment machen. Dass die Radiopremiere bestens gelungen ist, bestätigte mir auch Media Control: „Everyday“ ist der höchste Neueinsteiger in den Airplay-Trendcharts in diesem Jahr. Mit dem Airplay eines Tages stieg der Titel auf Platz 32 ein.

mw: Bestehen zwischen TV und Radio Berührungsängste? Wenn ja, wie begründen sich diese? Sehen Sie Island Mercury als Mittler?

Kilthau-Lander: TV und Radio sind zunächst einmal zwei grundverschiedene Medienplattformen mit verschiedenen Schwerpunkten, Ablauf- und Produktionsstrukturen. Allerdings würde ich nicht unbedingt von grundsätzlichen Berührungsängsten sprechen. Schließlich wurde und wird zum Beispiel innerhalb der ARD immer wieder versucht, im Rahmen von gemeinsamen Morningshows Synergien zu schaffen. Eine mögliche Berührungsangst könnte jedoch die des „sich ausgenutzt Fühlens“ sein. Gerade wenn das Wort Mediaspending fällt, besteht die Möglichkeit, dass ein solches Gefühl expandiert. An dieser Stelle könnten wir uns als Mittler bezeichnen, denn unsere Künstler tragen zum Imagegewinn beider Parteien bei.

mw: Kann eine derartige Zusammenarbeit mit Radio (und TV) nur funktionieren, wenn das Thema ohnehin zu hundert Prozent radiotauglich ist?

Kilthau-Lander: Ich bin versucht, sofort mit „ja“ zu antworten, allerdings würde ich dann einigen Radiosendern unrecht tun. Es gibt eine Menge Stationen, deren Vorsicht hinsichtlich neuer Titel so groß ist, dass derartige Kooperationen mit anderen Titeln oder Künstlern nicht möglich gewesen wären.