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SUISA-Bilanz leicht rückläufig

Die schweizerische Verwertungsgesellschaft SUISA verbuchte im Jahr 2004 mit 132,7 Mio. Schweizer Franken oder umgerechnet knapp 86,1 Mio. Euro einen im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent geringeren Gesamtumsatz.

Die Einnahmen der SUISA gingen zum dritten Mal in Folge zurück. Die Gesamteinnahmen aus der Verwaltung von Urheberrechten in der Schweiz und im Ausland sanken von mehr als 130 Mio. Franken im Vorjahr auf 125,7 Mio. Franken. Als einen Hauptfaktor des Rückgangs nannte die SUISA die Vervielfältigungsrechte. Einzelne Steigerungen in anderen Bereichen, wie beispielsweise bei den Einnahmen aus der Lizenzierung von Klingeltönen mit rund einer Mio. Franken, konnten diesen Rückgang nur zu einem kleinen Teil kompensieren. Einen Hoffnungsschimmer sehen die Schweizer beim wachsenden Angebot legaler Downloadshops.

Die Einnahmen aus Aufführungs- und Senderechten blieben schließlich bei 84,5 Mio. Franken „praktisch stabil“. Einzig die Auslandseinnahmen stiegen von 13,7 Mio. auf 14,6 Mio. Franken. Im Rahmen der Generalversammlung am 25. Juni 2005 in Lugano beschloss die Gesellschaft zudem die Einführung einer so genannten „Eintrittsgebühr“, die zur Deckung der Aufnahmekosten dienen soll. Die Anzahl der Auftraggeber und Mitglieder habe sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, hieß es. Diese Entwicklung sei erfreulich, belege sie doch die Bedeutung der SUISA, sie sei aber auch mit Kosten verbunden, „die in vielen Fällen nicht in einem vernünftigen Verhältnis zu den Vergütungen stehen, welche die SUISA für neue Auftraggeber einkassiert“.

Künftig soll nun ein einmaliger Beitrag von 100 Franken für Urheber und von 200 Franken für Verleger zur Deckung der Kosten beitragen. „Es geht ebenso um unsere materielle wie um unsere künstlerische Existenz, und es geht grundsätzlich darum, dass Musik nach wie vor ihren Wert und ihren Preis hat“, betonte Hans Ulrich Lehmann, Präsident der SUISA.