Um einer Klägerin nicht 107 Mio. Dollar ausbezahlen zu müssen, hat Marion „Suge“ Knight den Weg in die Zahlungsunfähigkeit gewählt. Sowohl er selbst als auch das Label Death Row haben nun in Kalifornien Antrag auf Insolvenz gestellt. Knight und seine Anwälte wählten diese Strategie drei Tage, nachdem eine Frist verstrichen war, binnen derer er vor Gericht sein Vermögen offen legen sollte.
Laut dem Insolvenzantrag hat Knight bei Aktiva von 50.000 Dollar Schulden in Höhe von 100 Mio. Dollar. Seine Plattenfirma verfügt demnach über Aktivposten im Wert von 1,5 Mio. Dollar und Schulden von rund 120 Mio. Dollar. Darin sind auch die 107 Mio. Dollar enthalten, die er Lydia Harris zahlen müsste. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen dem Death-Row-Gründer und dem Ehepaar Harris. Knight soll das Hip-Hop-Label vor mehr als 16 Jahren mithilfe eines von Michael Harris gewährten Privatkredits in Höhe von 1,5 Mio. Dollar gegründet haben.
Lydia Harris, mittlerweile die Ex-Frau des angeblichen Geldgebers, hatte die ihr zustehenden Gewinnanteile des Labels eingefordert – 107 Mio. Dollar, die ihr ein Richter zugesprochen hatte. Knight bestreitet jedoch weiterhin, dass er Geld von Harris angenommen hat. Sein mutmaßlicher Geschäftspartner sitzt eine 28-jährige Haftstrafe wegen eines Drogendelikts ab und soll die Startfinanzierung damals aus seiner Zelle für Knight auf die Beine gestellt haben.
„In den letzten Jahren wurde Death Row ein Stigma verpasst“, ließ Knight verlauten. „Seither kommen Menschen wie Harris aus dem Nichts. Darum habe ich beschlossen, dass Death Row nun seine Henkersmahlzeit erhalten soll. Ich werde bald einen neuen Tisch decken.“





