Verschiedene Internetfirmen arbeiten derzeit an einer Multimedia-Erweiterung ihrer Suchmaschinen. Genauso wie diese bisher gezielt Internetseiten, News und Bilder zu bestimmten Suchbegriffen ermitteln, sollen die Portale zukünftig auch ein eigenes Recherchetool für Musik und Videos anbieten und auf legale Downloadanbieter verweisen. Laut einer Studie der Envisioneering Group könnte eine solche Funktion bereits in kurzer Zeit zum Internetstandard gehören.
Bei der Entwicklung einer Musiksuche setzen die meisten Firmen auf eine Auswertung von Metadaten, d.h. die gewünschte Audiodatei wird über die Angabe von Künstler oder Titel ermittelt. Yahoo! hat kürzlich nach einer mehrmonatigen Testphase eine Videosuche eingeführt, die nach diesem Modell funktioniert, und soll an einem vergleichbaren Musiktool arbeiten. MSN hingegen versucht, das Angebot seines Music Stores auch in seine Suchmaschine zu integrieren. Bei der Suche nach einem bestimmten Musiker, gelangt der Nutzer so auf eine Liste der meistverkauften Songs des Künstlers, mit einem Link auf den MSN Shop.
Michael Downing, CEO des Multimedia-Suchportals GoFish, gehen die Konzepte der prominenten Konkurrenten jedoch nicht weit genug. Er will die bestehende Musiksuche seiner Seite weiter ausbauen. Sie soll zukünftig z.B. auch Textzeilen oder Audioinformationen verarbeiten und entsprechende Übereinstimmungen abgleichen. Bisher kooperiert GoFish mit Downloadshops wie iTunes, Napster und MSN und kombiniert deren Kataloge zu einem eigenen, standardisierten Angebot. Das Suchportal lenkt den Internetnutzer durch seine Treffer zu den Seiten, auf denen er Produkte wie Tracks oder Klingeltöne erwerben kann.
Entscheidenden Einfluss auf den Erfolg solcher Portale wie GoFish haben laut Downing auch die Musikkonzerne, die ihre Produkte bereits mit einer Auswahl an Informationen ausstatten können. Bisher geschehe dies jedoch auf sehr unterschiedliche Art und Weise.





