Dem digitalen Rundfunk per Satellit gehört in Nordamerika die Zukunft. Doch bei den tatsächlichen Wachstumsprognosen herrscht Uneinigkeit. Eine Studie von Targetbase, einer Marktforschungsabteilung der Werbeagentur Omnicon, dämpft nun die Erwartungen der Digitalfunker. Demnach werden bis zum Jahr 2010 rund 19,5 Mio. Amerikaner einen der beiden Satellitenradioanbieter, XM oder Sirius, abonnieren.
Derzeit sind es 11,6 Mio. zahlende Dauerhörer. Andere Marktforscher – von Jupiter über PricewaterhouseCoopers bis hin zu Kagan Research – prognostizierten in den letzten Monaten wesentlich höhere Zuwachsraten: 30 Mio. Abonnenten bis 2010 oder sogar 47 Mio. bis 2014. Laut der Studie mit dem Titel „What Listeners Want: The Value of Satellite Radio“ hätten 83 Prozent der US-Haushalte nicht die Absicht, bis 2010 Kunde bei XM oder Sirius zu werden. Von den restlichen 17 Prozent tendieren wiederum 13 Prozent zu XM und 19 Prozent zu Sirius.
Alle anderen potenziellen Digitalfunknutzer sind unentschlossen oder haben derzeit zu wenig Informationen über das neue Medium. Wer schon heute monatlich 13 Dollar für Satellitenradio bezahlt, tut dies vor allem aus zwei Gründen: keine Werbung und Empfang der Lieblingssender im ganzen Land. Auch die Zusammenstellung der Inhalte und die Tonqualität geben für viele den Ausschlag.





