StreamCast Networks, Betreiber von Grokster und Morpheus, haben den obersten US-Gerichtshof in einer 45-seitigen Petition aufgefordert, die am 8. Oktober von den Verbänden der US-Entertainmentbranche erhobene Klage abzuweisen. Die Verbände wollen das am 19. August von einem Berufungsgericht in San Francisco gefällte Urteil, nach dem die beiden P2P-Netzwerke nicht für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden können, nicht akzeptieren. Sie hoffen nun in letzter Instanz auf eine Entscheidung zu ihren Gunsten und haben deshalb am 8. Oktober ihr Revisionsgesuch beim US Supreme Court eingereicht. Dieser wird voraussichtlich am 10. Dezember zusammenkommen; eine Entscheidung wird nicht vor dem 13. Dezember erwartet.
Streamcast-CEO Michael Weiss fordert, dass der oberste Gerichtshof die Klage der Musikindustrie abweist und dem Urteil des Berufungsgerichts folgt. Dieses hatte in seiner Urteilsbegründung erklärt, neue Technologien wirkten sich immer störend auf alte Märkte aus. „Die Geschichte hat gezeigt, dass Zeit und die Kräfte des Marktes oft ein Interessengleichgewicht herstellen, sei die neue Technologie ein Klavier, ein Kopiergerät, ein Kassetten- oder Videorekorder, ein PC, eine Karaoke-Maschine oder ein MP3-Player“, so das Gericht.





