Dank Großkünstlern wie Rolling Stones, Cher und Dixie Chicks zogen die Ticketabsätze in den USA im ersten Halbjahr 2003 wieder kräftig an. Wie das Branchenmagazin „Pollstar“ berichtet, stieg die Zahl der für die 50 erfolgreichsten Tourneen verkauften Tickets im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 10,6 Mio. Stück, womit die US-Veranstalter einen Bruttoeinnahmen von 678 Mio. Dollar erzielten (2002: 538 Mio.). Damit wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres der Negativtrend der letzten zwei Jahre gestoppt, in denen die Ticketverkäufe von 12.9 Mio. im Jahr 2000 auf 10.6 Mio im vergangenen Jahr gefallen waren. Der durchschnittliche Ticketpreis lag mit 52 Dollar nur einen Dollar höher als im Vorjahr, während der Preis von 2001 zu 2002 noch um vier Dollar gestiegen war. Die Preise für Konzerte der Top-Stars zogen indes wieder kräftig an: Für die Stones mussten US-Konzertbesucher durchschnittlich 158 Dollar berappen – auf ihrer 2002er Tour gab es Jagger und Anhang noch für rund 119 Dollar zu sehen. „Die richtig teuren Tickets werden überwiegend von älteren Vertretern der Baby-Boomer-Generation gekauft“, analysierte „Pollstar“-Chefredakteur Gary Bongiovanni.
Folgerichtig finden sich unter den zehn erfolgreichsten Tourneen auch rund die Hälfte „Baby-Bommer-Bands“, – neben den Stones unter anderem Cher und Fleetwood Mac. Die andere Hälfte besetzten Country-Acts wie die Dixie Chicks, Kenny Chessney und Tim McGraw. Chessney verkaufte für seine Tour 682.000 Tickets und damit mehr als alle anderen Top-Künstler. Den höchsten Bruttoeinnahmen erzielte er mit 24.4 Mio. Dollar bei einem Ticketpreis von rund 36 Dollar indes nicht: hier erwiesen sich Elton John und Billy Joel als effektiver und erwirtschafteten mit 465.000 verkauften Tickets (Stückpreis 113 Dollar) stolze 52.7 Mio. Dollar. Eine Künstlerin konnte sich in den Top Ten platzieren, ohne auf Tour gegangen zu sein: Celine Dion erspielte mit ihrer im März gestarteten Las-Vegas-Show 32.2 Mio. Dollar.






