Vor den zahlreich erschienenen Medienvertretern redete Maarten Steinkamp, Chairman & CEO Sony BMG Music Entertainment (Germany), im U-Bahn-Tunnel unter dem Potsdamer Platz Klartext: „Wir unterstützen keine Radioquote“, meinte er auf Anfrage, das sei „alles Quatsch“. Auch aus seiner anhaltenden Skepsis der Popkomm gegenüber machte Steinkamp kein Hehl: „Wozu sollen wir dahin?“ Eine solche Musikmesse sei ein Konzept aus den 70er-Jahren und habe sich überholt. Auch das Konzept des Kopierschutzes hält Steinkamp nicht mehr für zeitgemäß: „Den Begriff Copy Protection haben Sie heute zum letzten Mal von mir gehört“, meinte er im Verlauf seiner einstündigen Präsentation. In Zukunft ginge es um sinnvolles Content Management. Sony BMG habe bereits zwei derartige Systeme im Test; wenn es funktioniert, werde man zumindest in den USA die Tonträger schon ab Juli 2005 mit einem Content-Management-System statt mit Kopierschutz ausstatten. Das Konzept des Kopierschutzes sei ein Relikt der alten Welt des Musikgeschäfts.
Steinkamp will alte Zöpfe abschneiden
Im Vorfeld der Echo-Verleihung gab Maarten Steinkamp im
Rahmen einer Pressekonferenz den offiziellen Startschuss für die vereinigte Company. Dabei erteilte er der Popkomm wie schon im vergangenen Jahr eine Abfuhr, und auch die Forderung nach einer Radioquote fand bei ihm kein Verständnis.






