Maarten Steinkamp, President International BMG und President BMG Deutschland, gilt als erfolgreicher Sanierer. Im Exklusiv-Interview mit musikwoche erkennt er Sparpotenziale für die Musikbranche bei Phonoline, Echo und Popkomm. Zwar seien Downloads und vor allem mobile Dienste eine Chance für die Plattenfirmen, aber auch mit CDs werde künftig noch viel Geld zu verdienen sein, sagt Steinkamp: „Realistisch betrachtet wird die CD im Jahr 2007 noch immer mindestens 70 Prozent des Marktes tragen.“ Allerdings müsse man künftig Kosten und Nutzen im Blick behalten: „Die Brit Awards und die Grammies verkaufen wirklich Platten“, betont Steinkamp. Die Echo-Verleihung sei dagegen „ein wenig zu lang“ und generiere keine Verkäufe. „Ich sehe darin keinen wirklichen Nutzen fürs Business.“ Gleiches gelte für die Popkomm. Kein Künstler werde wegen der Berliner Messe unter Vertrag genommen; dafür sei die Teilnahme an der Popkomm aber ein Kostenfaktor. Wenn man überall sparen und Mitarbeitern kündigen müsse, könne man das nicht mehr machen. Auch Phonoline sieht Steinkamp „äußerst kritisch. Wir müssten eigentlich das Geld, das wir in Phonoline gesteckt haben, zurück bekommen.“ So wie derzeit dürfe das Projekt nicht fortgeführt werden. Das Interview mit Maarten Steinkamp finden Sie in musikwoche, Heft 34. Mehr zum Thema
Steinkamp redet Tacheles
Maarten Steinkamp, President International BMG, gilt als erfolgreicher Sanierer. Im Exklusiv-Interview mit musikwoche erkennt er Sparpotenziale für die Musikbranche bei Phonoline, Echo und Popkomm. Der CD traut er noch viel zu.






