Maarten Steinkamp, President International BMG und President BMG Deutschland, beklagt im exklusiven Interview mit musikwoche das in der Musikbranche übliche Abkupfern erfolgreicher Ideen: „Wir sind eine Kloning-Industrie; wir kopieren uns nur gegenseitig.“ Dies sei ein Grund für die Markteinbrüche der vergangenen Jahre, auf die die Majors mit Sparmaßnahmen reagieren mussten. Mitarbeiter zu entlassen mache keinen Spaß, betont Steinkamp, er habe aber gelernt, „dass man auch bereit sein muss, sich von Mitarbeitern zu trennen, um andere Arbeitsplätze zu sichern“. Bei BMG habe das dem Sanierer Steinkamp bereits den Spitznamen Dr. Death eingebracht. Bei der Zusammenführung der beiden deutschen Dependancen von Sony Music und BMG sei noch keine Entscheidung für München oder Berlin gefallen: „Es ist gut möglich, dass wir in beiden Städten Büros haben werden“, lässt Steinkamp durchblicken. Ginge es allein nach den Preisen für Büromieten sei allerdings Bochum – dank Gun ebenfalls BMG-Standort – unschlagbar: „Dort kostet der Quadratmeter Büro nur vier Euro Miete. So etwas mögen wir.“ Wie Steinkamp die Chancen des mobilen Geschäfts und die Bedeutung der Musik-DVD beurteilt, seine Ansichten zu Institutionen der deutschen Musikbranche wie Popkomm, Echo oder Phonoline lesen Sie im musikwoche-Interview.
Steinkamp kritisiert Kloning-Industrie
BMG-Manager Maarten Steinkamp beklagt das in der Musikbranche übliche Abkupfern erfolgreicher Ideen. Im exklusiven Interview mit musikwoche erklärt der als Sanierer bekannte Steinkamp zudem, wie er den Spitznamen Dr. Death erhielt und welche Punkte in der Standortfrage für München, Berlin oder Bochum sprechen.






