Die schlechte Rendite in seinem Verantwortungsbereich war ein Grund für die Demission von Thomas Stein. Der bisherige BMG-Chef habe zwar mit „Superstars“ den Umsatz steigern können, aber insgesamt zu wenig Gewinn gemacht, heißt es. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ legte BMG im Jahr 2003 zwar beim Umsatz um sieben Prozent auf knapp 250 Mrd. Euro zu – hauptsächlich dank der Retorten-Acts aus dem RTL-Format „Deutschland sucht den Superstar“. Auch der Marktanteil in Deutschland stieg um fünf auf nun 20 Prozent, berichtet die „Financial Times Deutschland“. Doch gleichzeitig habe wohl die Rendite mehr gelitten, als der Konzernzentrale lieb ist. Angeblich lag der Jahresgewinn von BMG GSA bei nur acht Mio. Euro. Diese „außerordentlich schlechte Performance“, wie es laut „Spiegel“ intern bei BMG bezeichnet wird, habe auch Arista-Chef Antonio Reid den Job gekostet. Die Gesamtzahlen von BMG scheinen indes vergleichsweise positiv zu sein: Chairman Rolf Schmidt-Holtz werde einen zweistelligen Millionengewinn verkünden können, so das Magazin. Ein gutes viertes Quartal habe die Bilanz gerettet. Doch laut „FTD“ werde das die Firma nicht vor weiteren Stellenstreichungen bewahren. Ungenannte Quellen erwarten weitere Anpassungen.
Mehr zum Thema (16.01.04) (14.01.04)





